Bist du Blatt oder Baum?

beech-leaves-7361863_1280Die Idee der Reinkarnation – wiederholter Erdenleben – findet sich in den verschiedensten Weisheits-Traditionen wie dem Hinduismus und dem Buddhismus, aber auch im Urchristentum und bei westlichen Geistesgrößen wie Pythagoras, Platon und Origines sowie Goethe, Fichte und Lessing.

In Verbindung mit der Natur lässt sich diese Idee leicht annehmen. Zwar sehe ich im Herbst die Blätter welken und abfallen. Doch wenn ich den Baum betrachte, weiß ich: Es gibt immer wieder neue Blätter, die Sonnenlicht aufnehmen und dem Baum zugutekommen lassen. Immer wieder neue Leben, die das göttliche Licht – Bewusstsein und Liebe – aufnehmen und in ihr größeres Sein fließen lassen.

Und wenn ich mein Leben betrachte, sehe ich Körper und Geist vergehen. Doch es gibt auch die Ahnung von früheren Blättern, die zum großen Baum gehören. Es gibt Interessen und Begabungen, die sich aus den Erfahrungen dieses Lebens nicht erklären lassen. Orte und Kulturen, die mich anziehen, ohne dass ich sagen könnte, wieso. Menschen, die mir vertraut erscheinen, als würde ich sie schon lange kennen – und das von der ersten Begegnung an.

Kennst du das? Hast du auch manchmal das Gefühl, dass du nicht zum ersten Mal auf dieser schönen Erde weilst?

Wenn du magst, lass mir gern einen Kommentar auf dieser Seite da.

 

Ein Hoch auf die Freundlichkeit

heart-1450302_640Bei Licht und Verstand besehen, hat Darwins Theorie vom „survival of the fittest“ einige Schönheitsfehler, denn der Mensch war als Spezies sehr erfolgreich – und so gar nicht fit, wie du in meinem Buch „Buddha ist, wer trotzdem lacht“ lesen kannst:

„Verglichen mit Tieren konnten sie (die Menschen) nicht gut sehen, hören oder riechen. Auch nicht schnell rennen oder auf Bäume klettern. Und Beißen, Kratzen und Fauchen wirkte bei ihnen eher possierlich.

In allen Überlebensdisziplinen landeten sie also unter „ferner liefen“. Darum war ihr Leben ständig bedroht durch Kälte, Hunger, Durst und wilde Tiere.

Trotzdem hat die Menschheit überlebt. Und sich ausgebreitet. Über den ganzen Globus und bis auf den Mond.

Warum?“

Eine sehr schöne Antwort lautet: weil sie freundlich sind. Mehr darüber in diesem Artikel und in dem Buch „Im Grunde gut“ von Rutger Bregman.

Doch warum handeln Menschen manchmal so un-gut und un-menschlich?

Die buddhistische Antwort hierauf lautet: weil sie zuweilen befallen werden von einem der Geistesgifte Gier, Aggression oder Unwissenheit über ihre wahre göttliche Natur.

Glücklicherweise gibt es die verschiedensten Gegenmittel, zum Beispiel die Übung des Wohlwollens, bei der du dir und anderen Gutes wünschst, um immer tiefer zu erfahren, wie gut es tut, freundlich zu denken, fühlen und handeln.

Die genannte Übung findest du hier.